Online-Sportwetten: Spieler holt seine Verluste von bet365 zurück

Ein Mandant der HFS-Rechtsanwälte bekommt rund 13.293 Euro von dem Online-Sportwettenanbieter bet365 zurück. So hat es das Landgericht Mainz entschieden (Az.:9 O 267/22) . Grund dafür ist, dass dem Betreiber der Seite www.bet365.com keine Lizenz vorlag. Das Unternehmen Hillside (Sports) LP , das hinter bet365 stand, hat seinen Sitz auf Gibraltar und von dort auch eine Konzession für das betreiben von Online-Glücksspiel. Diese Lizenz gilt allerdings nicht in Deutschland. Auch zahlreiche andere Anbieter haben jahreleng Sportwetten illegal im deutschen Internet angeboten. Wir erklären, wieso Spieler jetzt die besten Chancen haben, um ihre Verluste zurückzufordern. 

 Auch von Tipico, bet-at-home oder bwin können Spieler ihr Geld zurückfordern

Der Spieler hatte erst davon erfahren, dass er bei einem illegalen Anbieter gespielt hatte, als er sich mit dem Thema Spielsucht beschäftigt hatte. Da die Seite in bester deutscher Sprache verfasst und frei zugänglich war, wäre er nie auf die Idee gekommen, dass der Anbieter keine Konzession hatte. Davon etwas zu erfahren war auch nicht gerade einfach. Denn das Thema hatte kaum eine Relevanz in den Medien und die Behörden kontrollierten die Angebote kaum. Der gigantische Schwarzmarkt, auf dem auch Anbieter wie Tipico, bet-at-home, bwin und zahlreiche weitere Anbieter unterwegs waren lief in Deutschland jahrelang unter dem Radar der Öffentlichkeit.

Sportwettenanbieter haben das Onlineglücksspiel-Verbot ignoriert

 Fakt ist, dass es in der Zeit als der Spieler zwischen 2015 und 2018 wettete, sogar ein Online-Glücksspielverbot gab. Bei Sportwetten gab es die Ausnahme, dass diese mit einer speziellen in Deutschland gültigen Lizenz angeboten werden durften. Nur war es zu dieser Zeit leider nicht möglich, eine gültige Konzession zu erwerben. Das erste Lizenzvergabeverfahren scheiterte in Deutschland im Jahr 2012 und die Behörden brauchten anschließend acht Jahre, um ein funktionierendes Verfahren an den Start zu bringen. Daher können Online-Sportwettenanbieter erst seit Oktober 2020 überhaupt Lizenzen erwerben. Wer also vorher online bei Sportwetten Geld verzockt hat, kann es zurückfordern – und zwar bis zu zehn Jahre rückwirkend.

Online-Glücksspiel: BGH entscheidet für Spieler

Erst im April ist es den HFS Rechtsanwälten gelungen, den landesweit ersten Fall in dem ein Spieler seine Verluste aus Online-Sportwetten zurückfordert, vor den Bundesgerichtshof zu bringen. Dies gelang, weil die HFS Rechtsanwälte zu den Pionieren auf dem noch sehr neuen Rechtsgebiet gehören. Schon vor drei Jahren haben Sie sich an das Thema Online-Sportwetten getraut und wurden somit zu Vorreitern auf diesem Gebiet. Da es viele ungekläret rechtliche Graubereiche gab, wollte sich kaum jemand mit dem komplexen Thema befassen. Jetzt konnten die HFS Rechtsanwälte sogar den ersten Hinweisbeschluss des BGH zum Thema bewirken, in dem sich die oberste deutsche Instanz auf die Seite des betreffenden Spielers stellte. Damit weist der BGH den unteren Instanzen die Richtung. Es ist davon auszugehen, dass sich die bereits existierende Klagewelle dadurch enorm auftürmen wird und über die gesamte Online-Sportwettenbranche hereinbricht. 

Lesen Sie mehr zum Fall hier: https://bgh-sportwetten.de/

Wer in Deutschland Online-Sportwetten anbieten möchte, braucht dafür also eine spezielle deutsche Lizenz und muss sich an die zahlreichen Vorschriften zur Konzessionsvergabe halten. Daran führt kein Weg vorbei, auch wenn die zahlreichen Online-Glücksspielanbieter, die jahrelang illegal das deutsche Internet überflutet haben, anderer Meinung sind. Wer ohne gültige Lizenz im deutschen Internet Sportwetten angeboten hat, muss Spielern Verluste zurückzahlen. 

Sie haben auch Geld bei einem Anbieter von Online-Sportwetten verloren und möchten es zurückholen? Wir helfen Ihnen gerne!

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