impressum

31.12.2011 - Kapitalanlagen
Schadenersatzansprüche - drohende Verjährung


Alle Anleger, welche sich vor dem 31.12.2001 an Kapitalanlagen und Fonds - wie Medienfonds, Immobilienfonds, Windkraftfonds usw. - beteiligt haben, müssen noch dieses Jahr ihre Ansprüche gerichtlich geltend machen, um einen drohenden Eintritt der Verjährung zum Ende des Jahres 2011 zu verhindern.

Hintergrund der drohenden Verjährung zum 31.12.2011 ist die im Jahr 2002 eingeführte Reform des BGB. Während für sog. Altfälle, d.h. solche Kapitalanlagen und Fonds, die vor dem 31.12.2001 erworben oder gezeichnet wurden, ursprünglich eine 30 jährige Verjährungsfrist galt, wurde diese Frist durch die Reform des BGB abgeschafft und anstelle dessen eine kenntnisabhängige Verjährungsfrist von 3 Jahren eingeführt. Danach verjähren Schadenersatzansprüche gegen finanzierende Banken, Anlagevermittler, Anlageberater oder auch andere haftende Personen grundsätzlich innerhalb von drei Jahren. Die kenntnisabhängige Verjährungsfrist beginnt dabei erst ab Schluss des Jahres zu laufen, in dem der Anleger Kenntnis von den anspruchsbegründenden Umständen erlangt oder infolge grober Fahrlässigkeit nicht erlangt hat

Der Gesetzgeber hat jedoch noch eine weitere Einschränkung der Verjährungsregelung vorgenommen, nach der nun eine maximale Verjährungsfrist von 10 Jahren gilt. Diese Verjährungsfrist ist kenntnisunabhängig und beginnt mit der Entstehung des Schadenersatzanspruches. Dabei ist zu beachten, dass der Schadenersatzanspruch bereits in dem Zeitpunkt entsteht, in dem der Anleger die Kapitalanlage aufgrund der Falschberatung erwirbt. Für vor dem 31.12.2001 erworbenen Kapitalanlagen bedeutet dies, dass die maximale Verjährungsfrist am 31.12.2011 abläuft, da unabhängig von dem Zeitpunkt der fehlerhaften Beratung die 10 jährige Verjährungsfrist durch die Reform einheitlich zum 01.01.2002 zu laufen begonnen hatte.

Für alle Anleger, die sich aufgrund mangelhafter Beratung und Aufklärung an Kapitalanlagen vor dem 31.12.2001 beteiligt hatten, können wir ein längeres Zuwarten nicht empfehlen. Scheuen Sie sich nicht mit uns Kontakt aufzunehmen.