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Filmfonds/Medienfonds: N1 European Film Produktions GmbH & Co.KG
LG  Mosbach verurteilt Bank zum Schadenersatz

Das Landgericht Mosbach hat in einem aktuellen Urteil vom 12.05.2010 eine Bank zum Schadenersatz verurteilt, da die Bank den geschädigten Kunden nicht über die erheblichen Provisionen / Rückvergütungen ("kick-backs") aufgeklärt hatte.

Das Landgericht stellte in seiner Urteilsbegründung zunächst auf das Provisionsmodell ab, nach dem der Bank Rückvergütungen (Provisionen, "kick-backs") zustanden. Hierüber hätte die Bank den Kläger aufgrund des zwischen den Parteien geschlossenen Beratungsvertrages aufklären müssen, um den daraus resultierenden Interessenkonflikt offen zu legen. Nach zutreffender Ansicht des Gerichts hat die Bank gegen diese  Pflicht verstoßen, ohne sich dabei auf den Fondsprospekt berufen zu können. Denn jedenfalls was die Größenordnung der möglichen Rückvergütung angeht, war der Kläger aufklärungsbedürftig, so dass ohne deren Kenntnis er das Interesse der beratenden Bank an dem empfohlenen Erwerb des Fonds und die damit verbundene Gefährdung seiner Interessen nicht richtig einschätzen konnte. Dabei verwies das Landgericht Mosbach auf die zutreffende Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe vom 03.03.2009.

Das aktuelle Urteil des Landgerichts Mosbach reiht sich daher nahtlos in die herrschende Rechtsprechung ein, die sich zwischenzeitlich durch eine Vielzahl von Entscheidungen verschiedener Landgerichte und Oberlandesgerichte gebildet hat.

Sollten auch Sie durch eine Beratung und Empfehlung einer Bank sich an einem Film- / Medienfonds, wie den N1 European Film Produktions GmbH & Co.KG beteiligt und ihr Geld verloren haben, scheuen Sie sich nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen.